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Sonntag, 6. April 2003
Anreiseerlebnisse

Kristina begrüßt die Teilnehmer
Schreibt doch einen Artikel darüber, was die Teilnehmer auf der
Fahrt nach Berlin so erlebt haben. Gesagt, getan.
Anfangs noch mit einem selbstgemalten Schild bewaffnet, später
mit einem gedruckten Europakonvent-Plakat ausgestattet, positionierten
wir uns in der Vorhalle. "Herzlich Willkommen zum Europakonvent!
Schlüssel holen, Koffer wegbringen, Namensschild mitnehmen und
dann zurück zu uns", begrüßten wir die Teilnehmer.
Und dann fragten wir
nach spannenden, lustigen, verrückten
Geschichten. Und was bekamen wir zu hören? "Langweilig, nichts
passiert, hab´ nur geschlafen."
Aber wir wären ja nicht im Doku-Team, wenn wir nicht doch noch
ein paar Geschichten erfahren hätten.
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Zum Beispiel von Xose aus Spanien. Der hatte nämlich eine
halbe Weltreise hinter sich, als er endlich am Generator ankam.
Abends war er mit dem Bus losgefahren von La Coruna nach Madrid.
Von da ging´s dann am folgenden Tag inmitten einer Horde von
Touristen per Flieger nach Palma de Mallorca. Natürlich nicht
um Ferien zu machen, sondern um anschließend von dort weiterzufliegen,
nach Berlin.
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Oder Daniel aus München. Der hatte seine Fahrkarte für
den ICE nach Berlin gelöst. Dort kam er dann auch an, genauer
gesagt am Ostbahnhof. Anstatt anzuhalten, fuhr der Zug jedoch weiter,
genau einmal durch Berlin und auf der anderen Seite wieder zurück.
Eine Stadtrundfahrt so ganz umsonst, kein Wunder, dass Andreas gutgelaunt
ankam, in Berlin.
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Nicht ganz so glücklich zeigte sich Christa aus Bingen. Deren
erster Zug hatte nämlich eine halbe Stunde Verspätung,
so dass sie befürchtete, ihren Anschlusszug in Mainz nicht
zu erreichen und sich extra mit dem Auto fahren ließ. Irgendwie
klar, dass der vorgenannte Anschlusszug ebenfalls eine halbe Stunde
Verspätung hatte und sie also doch den ersten hätte nehmen
können. Schwamm drüber, Christa kam an, in Berlin.
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Johannes aus Mannheim hatte sich seine Fahrt etwas anders vorgestellt
als sie dann tatsächlich verlief. Mit dem gebuchten Sparnight-Tarif
hatte er einen bequemen Liegewagen und erholsamen Schlaf assoziiert.
Stattdessen fand er sich in einem Sessel wieder, der nach seiner
eigenen Aussage nicht mehr als zwei Zentimeter verstellbar war.
Gerädert und verschlafen war er schließlich in der Hauptstadt,
in Berlin.
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Besser hatten es da schon Joseph, Bodo und Julian aus Münster.
Als sie im ICE nach Hannover saßen, überkam sie das allgemein
bekannte Gefühl des Hungers. Was tun? Zum Glück hatten
sie die Handynummer von Judith, die zwar keiner persönlich
kannte, die aber in Hannover zusteigen wollte. Vom Bärenhunger
getrieben, gaben sie Judith per SMS ihre Bestellung durch. Und tatsächlich,
mit Brötchentüte bewaffnet stieg sie in Hannover zu. Ihr
verdanken wir also die drei satten und zufriedenen Teilnehmer die
ankamen, in Berlin.
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Kaffee und Kuchen bekam Krystian aus München auf seiner Fahrt.
Allerdings nicht im Bahncafe, sondern von seiner Sitznachbarin.
Er saß neben einer Lehrerin aus Slowenien, die ihm allerlei
erzählte und ihren Kuchen mit ihm teilte. So war die Fahrt
also besonders kurzweilig und Krystian kam freudig an, in Berlin.
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Carolin und Kathrin aus Nordhorn wollten auf Nummer sicher gehen
und reisten schon am Samstag an. Genau nach Plan brachen sie in
die Hauptstadt auf, um Berlin auf eigene Faust zu entdecken. Was
für die beiden nachteilig werden sollte: Sie hatten das Organisationsteam
nicht über ihre Ankunft informiert. Dieses bewies bei dieser
Gelegenheit, dass es sich um seine Teilnehmer persönlich kümmert
und rief bei den Eltern der beiden an, um sich nach deren Verbleib
zu erkundigen. Am nächsten morgen tauchten die beiden Damen
dann beim Frühstück auf und einigen Leuten viel ein dicker
Stein vom Herzen.
Anneka Soschinka, Karina Giershausen
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