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Montag, 7. April 2003
Grundsteinlegung für das Haus Europa

Montag, 9 Uhr, Berlin, Bundespresseamt: Die Teilnehmer des Jugendkonvents
junger Bürgerinnen und Bürger fiebern dem Beginn der Veranstaltung
entgegen.
Der
stellvertretende Chef des Bundespresseamts, Herbert Mandelartz, eröffnete
offiziell das junge Parlament und äußerte die Hoffnung auf
"möglichst fruchtbare Ideen, die helfen, Europa voran zu bringen".
Konkreter wurde der nächste Redner, der Bundestagsabgeordnete Peter
Altmaier: "Ihre Zukunft, die Ordnung der nächsten 50 Jahre
wird durch den Konvent der Europäischen Union bestimmt." Es
müsste daher im Interesse eines jeden Jugendlichen sein, sich in
diese Debatte einzumischen. Und mehr noch: "Das föderale Europa
wird nicht für alles zuständig sein [...] aber sie, und zwar
nur sie, müssen uns sagen, was sie in Zukunft von Europa erwarten."
Die
starken Worte sollten die Tragweite der Diskussion verdeutlichen. Es
sei alarmierend, dass eine "europäische Verfassung" unter
Jugendlichen kein Thema sei. Altmaier rief auf, es besser zu machen
und sich zu engagieren. "Seien sie nicht zu zurückhaltend,
machen sie uns Feuer unter dem Hintern!", beschwor Altmaier die
Jungparlamentarier.
Nach
einem Vortrag von Christoph Linzbach vom Bundesministerium für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend stellte Projektleiter Frank Burgdörfer
die Arbeitsgruppen des jungen Europakonvents vor und erläuterte
anhand einer kurzen Präsentation
den Ablauf und das Ziel der Veranstaltung. Im Sinne der Metapher vom
Haus Europas teilte er die fünf Gruppen ein in Fundamente, Hausgemeinschaft,
Nachbarschaft, Umgebung und Hausordnung. "Ihr seid die Leute, denen
Europa eigentlich gehört". Zwar werde das Haus Europa, wie
andere Häuser auch, von Fachkräften gebaut, trotzdem müssten
aber die zukünftigen Bewohner mitreden und sich einmischen. Frank
nannte den Grund hierfür, frei nach Max Frisch: "Politik ist
die Einmischung in die eigenen Angelegenheiten."
Marc Heydenreich
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